- Einzelbetreuung im und am Haushalt der Betreuer zzt. in Portugal, Spanien, den Kanaren, Irland, Österreich u.a.
- Reiseprojekte
- Kurzzeitprojekte und Time-Out Maßnahmen
Auslandsprojekte stellen in der Regel einen integralen Bestandteil einer individualpädagogischen Gesamtmaßnahme dar. Der Aufenthalt in einem Standprojekt im Ausland kann je nach
individuellem Hilfebedarf variieren. Abhängig von der jeweiligen Indikation bieten wir Kurzzeitprojekte, Time-Out Maßnahmen von sieben Tagen bis zu mehreren Monaten, Projektaufenthalte
zur Berufsorientierung, "Patenfamilien" und im Einzelfall auch langfristige Aufenthalte mit der zeitlichen Orientierung am erreichten Schulabschluss, Berufsausbildung oder Verselbstständigung an.
Alle Maßnahmen beginnen grundsätzlich mit der Vorbereitung und Aufnahme in Deutschland und haben die Reintegration in die Lebenszusammenhänge in Deutschland zum Ziel.
Für viele Jugendliche ist der aktuelle Lebensmittelpunkt durch z.B. stark gestörte Familienstrukturen, lokale Szenen (Drogen-/Prostitutionsmilieu, Peergroups etc.) in Deutschland eine Sackgasse. Auch einzel- oder gruppenpädagogische Betreuungsangebote schaffen es dann häufig nicht, diese Jugendlichen so zu binden, dass sie sich einlassen können und eine positive Entwicklung initiiert werden kann.
Eine besondere Chance bietet in vielen Fällen ein individualpädagogisches Betreuungsangebot im Ausland, wo der Jugendliche fern von den Einflüssen seines gewohnt negativen Umfeldes zu sich und seinen eigentlichen Bedürfnissen finden kann. Wichtige Aspekte für eine Neuorientierung können dabei die Einflüsse und das Kennenlernen einer anderen Kultur und Sprache sein. Die häufig
eintretende Entspannung nach einer ersten Phase der Eingewöhnung eröffnet die Chancen, im fremden Umfeld neue Verhaltensmuster zu entwickeln und die eigenen Ressourcen wahrzunehmen und individuell zu erschließen. Ein Aufenthalt im Ausland kann eine 'Initialzündung' (z.B. Reiseprojekt) oder auch eine längerfristige stationäre Betreuungsmaßnahme sein und ist abhängig von
der individuellen Situation und dem Alter des Jugendlichen.
In Zusammenarbeit mit unseren Koordinatoren in Portugal, Spanien, den Kanaren und Irland wird der Jugendliche für eine angemessene Zeit von ausgewählten Betreuern mit entsprechender fachlicher Kompetenz betreut. Eine wichtige und zentrale Voraussetzung für die kontinuierliche Arbeit mit den Jugendlichen ist auch hier das bestehende Netzwerk aus Koordination und Betreuungsstellen in dem jeweiligen Gastland.
Es sichert zum einen die kollegiale und stützende Zusammenarbeit der betreuenden Mitarbeiter in einem Team und ermöglicht zum anderen das Auffangen des Jugendlichen in Krisensituationen. Die Arbeit im Netzwerk bietet darüber hinaus eine Verknüpfung von persönlichen und fachlichen Ressourcen, welche die Chancen einer positiven Entwicklung vergrößern und das Risiko eines Abbruchs reduzieren.
Die ansässige Projektleitung/Koordination entspricht den Erwartungen und Standards unserer Einrichtung, sichert die Krisenintervention sowie die fachliche Begleitung der Betreuungsstellen. Die enge Zusammenarbeit mit der Projektleitung von Kaspar-X in Aachen gewährleistet für den Jugendlichen und weitere Partner und Bezugspersonen im Hilfesystem die Verlässlichkeit und Kontinuität auch bei Veränderungen der Hilfe.
Die Rückführung und eine individuell abgestimmte weitere Betreuung in Deutschland werden durch unser Projekt gewährleistet und sichergestellt.
Analog zu den Qualitätsstandards für Auslandsmaßnahmen sehen wir uns als gesamtverantwortlich für die korrekte und verantwortungsvolle Durchführung der Maßnahme. Die mit dem Landesjugendamt verbindlich vereinbarte Selbstverpflichtung ist als maßgebliche Orientierung zur Durchführung der Betreuungsstandards zu verstehen und bei der Hilfeplanung unerlässlich.
Die gleichen Qualitätsstandards gelten ebenfalls für das im Folgenden beschriebene Euregioprojekt und unsere Projektstellen im Grenzland.